Diabetes

Diabetes 2018-12-04T22:26:54+00:00

Chia Samen gegen Diabetes

Chia Samen helfen gegen Diabetes. – Shutterstock.com/Syda Productions

Was ist Diabetes?

Honigsüßer Durchfluss bedeutet das Wort Diabetes übersetzt. Damit ist das durch die Adern fließende Blut gemeint, welches aufgrund einer Störung des Insulinstoffwechsels deutlich zu viel Zucker enthält. Ein hoher Blutzucker kann schwere Folgen für die Gesundheit haben und unbehandelt schlimmstenfalls sogar zum Tod führen. Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, müssen Insulin künstlich spritzen. Je mehr Zucker bzw. Kohlenhydrate die Mahlzeit enthält, desto mehr Insulin muss gespritzt werden. Normalerweise produzieren die Insulinzellen der Bauchspeicheldrüse eines gesunden Menschen ausreichend Insulin, um die Glucose aus dem Blut zu transportieren und den Blutzuckerspiegel damit stabil zu halten. Die Insulinzellen eines an Diabetes erkrankten Menschen tun dies jedoch nicht mehr in ausreichendem Maße.

Rund 415 Millionen Menschen sind weltweit an Diabetes erkrankt. Jährlich steigt die Anzahl der Neuerkrankungen an, und es wird davon ausgegangen, dass sich die Krankheit zukünftig noch weiter ausbreiten wird.

Was sind die Ursachen von Diabetes?

Es kommen zwei Hauptursachen für Diabetes in Frage, die maßgeblich damit zusammenhängen, ob ein Mensch an Diabetes Typ 1 oder an Diabetes Typ 2 leidet. Beide Erkrankungen werden schul- und alternativmedizinisch, jedoch sehr ähnlich behandelt. Es sollte in beiden Fällen unbedingt auf eine kohlenhydratarme und vitalstoffreiche Ernährung geachtet werden. Weder Diabetes Typ 1, noch Diabetes Typ 2 sind heilbar. Beide Erkrankungen können mit einer stark kohlenhydratreduzierten Ernährungsweise jedoch gut eingestellt werden. Unter einer ketogenen Ernährungsweise, also einer Ernährungsweise, in welcher Patienten pro Tag maximal 50 Gramm Kohlenhydrate aufnehmen, kann unter ärztlicher Aufsicht sogar Medikamentenfreiheit erreicht werden.

Diabetes Typ 1

Diabetes vom Typ 1 ist die weitaus seltenere Erkrankung. Nur 10 Prozent aller Diabetiker leiden am Typ 1. Sie gehört zu den sogenannten Autoimmunerkrankungen, während welcher das Immunsystem des Körpers fälschlicherweise die eigenen Zellen angreift. Im Falle von Diabetes Typ 1 die insulinproduzierenden β-Zellen der Bauchspeicheldrüse. Die Erkrankung manifestiert sich, wenn 80 bis 90 Prozent der β-Zellen zerstört sind. Zu den allgemeinen Symptomen zählen starke Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe und körperliche Schwäche. Es treten plötzlich heftige Gewichtsabnahmen auf. Der Körper trocknet aus. Ein großes Durstgefühl stellt sich ein. Der Urin ist klebrig und voller Zucker. Aufgrund des massiven Trinkens entstehen schwere Defizite im Elektrolythaushalt, deren Ausmaße lebensbedrohlich werden können. Autoimmunerkrankungen können zu einem kleinen Teil genetisch bedingt sein. Sie können innerhalb einer Familie gehäuft auftreten. Oft ist jedoch ein ungesunder Lebenswandel für den Ausbruch verantwortlich. Schlechte Ernährung, fehlende Vitalstoffe, körperlicher und psychischer Stress, unbehandelte Infektionen oder auch ein kaputter Darm können für Verwirrung innerhalb des Immunsystems sorgen, mit oft schweren Folgen.

Diabetes Typ 2

An Diabetes vom Typ 2 leiden 90 Prozent aller Diabetiker. Viele Jahre war sie auch unter dem Namen Altersdiabetes bekannt, da hauptsächlich ältere Menschen erkrankten. Dies hat sich jedoch gewandelt. Mittlerweile sind genauso viele junge Menschen wie auch Kinder betroffen. Bei Diabetes Typ 2 tritt in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse eine Insulinresistenz als Folge einer Ernährung, welche auf Zucker und Kohlenhydrate beruht. Die Insulinzellen sind naturgemäß nicht auf eine solche Masse von, vor allem einfacher Kohlenhydrate eingestellt, da es diese derart konzentriert in der Natur nicht gibt. Nachdem die Insulinzellen oft viele Jahre lang auf Hochtouren liefen, stumpfen sie mit der Zeit immer weiter ab und werden, bezogen auf Insulin, desensibilisiert. Viele Neuerkrankte bemerken erste Symptome nur schleichend. Sie treten nicht so schnell und geballt auf wie bei Diabetes Typ 1, da die insulinproduzierenden Zellen ihre Arbeit erst nach und nach einstellen. Schwere Symptome stellen sich erst dann ein, wenn der Blutzucker beginnt, massiv anzusteigen. Als sogenannte Wohlstandserkrankung, basierend auf der heutigen westlichen, konventionellen Ernährung, ist Diabetes Typ 2 selbstgemacht.

Chia Samen bei Diabetes

Den größten Nutzen bei Diabetes bieten Chia Samen aufgrund ihres unglaublich hohen Gehalts an wichtigen Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren und gesunden Fettsäuren. Eines der größten Probleme, unter denen Diabetiker, sowohl vom Typ 1 als auch vom Typ 2, leiden, sind schwere Mängel ihres Vitalstoffhaushaltes. Sie sollten unbedingt darauf achten, echte, frische Nahrung zu sich zu nehmen, welche einen hohen Gehalt an Nährstoffen aufweist. Chia Samen führen dem Körper unzählige wichtige Nährstoffe zu. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der glykämische Index, welcher Auskunft darüber gibt, wie stark ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt. Je höher dieser ist, desto schneller geht der Zucker ins Blut. 

Chia Samen enthalten gerade mal 1 Gramm Kohlenhydrate auf 100 Gramm rohen Samen. Dafür tragen sie 38 Gramm Ballaststoffe in sich, welche nicht nur die Verdauung fördern, sondern auch die wichtigen Darmbakterien nähren. Sie sind damit ein ideales Superfood für Diabetiker.

Chia Samen helfen gegen Diabetes. – Shutterstock.com/Olga Larionova

Diese Inhaltsstoffe der Chia Samen helfen bei Diabetes

1. Aminosäuren in Chia Samen helfen bei Diabetes

Eine gute Versorgung mit Aminosäuren spielt im Verlauf einer Diabeteserkrankung eine tragende Rolle. So konnte in Studien unter anderem festgestellt werden, dass bestimmte Aminosäuren die Insulinsensitivität in den Zellen wieder erhöhen können. Außerdem sind sie maßgeblich an einer gesunden Entwicklung aller Körperzellen beteiligt, so auch an den Insulin produzierenden ß-Zellen. Chia Samen enthalten 20 Aminosäuren. 8 davon sind essenziell und müssen unbedingt mit der Nahrung aufgenommen werden, da der menschliche Körper sie nicht selbst herstellen kann.

Leucin

Als essenzielle Aminosäure ist Leucin maßgeblich am Aufbau von Muskelzellen beteiligt. Es fördert außerdem die Ausschüttung von Insulin in den Insulin produzierenden Zellen und ist demnach eine der bedeutendsten Aminosäuren für Diabetiker.

Tryptophan

In Studien an diabetischen Ratten konnte die Gabe des Glückshormons L Tryptophan für eine geringere Resorption von Glucose aus dem Dünndarm ins Blut sorgen, und damit für einen niedrigeren Blutzuckerspiegel. Gleichzeitig verlangsamte es das Fortschreiten der Diabetes Typ 2 Erkrankung.

Lysin

In ersten Studien wurde der essenziellen Aminosäure Lysin eine blutzuckersenkende Wirkung zugeschrieben, welche auf einer Stimulierung der Insulin produzierenden Zellen beruht.

Methionin

Methionin nimmt in der Diabetes Typ 1 Vorsorge eine ganz besondere Stellung ein. Anhand des Methioninspiegels im Blut konnten Forscher innerhalb der Studie BABYDIAB den Ausbruch von Diabetes Typ 1 vorhersagen, noch bevor die Krankheit Symptome zeigte. Kinder und Jugendliche, die kurz vor dem Ausbruch der Erkrankung standen, hatten einen nur halb so hohen Methioninspiegels im Blut wie gesunde Menschen. Man geht davon aus, dass ein Methioninmangel die Erkrankung begünstigt. Chia Samen können diesem im Zuge einer gesunden Ernährungsweise entgegenwirken.

Isoleucin

Isoleucin ist eine Aminosäure mit blutzuckersenkenden Eigenschaften. Sie kann therapiebegleitend eingesetzt werden.

2. Fettsäuren in Chia Samen

Omega 3 bei Diabetes

Ganze 18 Prozent Omega-3-Fettsäuren machen die Chia Samen zu echtem Super Food. Omega 3 Fettsäuren gehören zu den wichtigsten Elementen einer gesunden Ernährung. 2010 wurde eine großangelegte Datenanalyse im Fachmagazin New England Journal of Medicine angelegt, aus der hervor ging, dass Patienten, welche täglich hochdosierte Omega 3 Fettsäuren mit einem hohen Gehalt an EPA und DHA einnahmen, gegenüber der Einnahme eines Placebos eine nur halb so hohe Todesrate aufwiesen. Omega 3 hat außerdem Blutzucker regulierende Eigenschaften und wirkt Entzündungen entgegen.

Omega 6 bei Diabetes

Chia Samen bestehen zu 6 Prozent aus Omega 6 Fettsäuren. Diese Fettsäuren können, laut einer großangelegten Studienanalyse von 40.000 Patienten aus 20 Studien, das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, um ein Drittel senken, so der Mitautor Dr. Jason Wu vom George Institute for Global Health in Australien. Der Omega 6 Spiegel im Blut könnte demnach großen Einfluss auf die Entstehung von Diabetes Typ 2 haben.

2. Mineralstoffe in Chia Samen bei Diabetes

Mangan, Kupfer, Phosphor, Eisen, Calcium, Zink, Kalium, Magnesium, Natrium und Selen sind die wertvollen Mineralstoffe, die in Chia Samen enthalten sind. Ohne diese Mineralstoffe kann der Mensch nicht leben. Ein Mangel lässt das Diabetes Risiko ansteigen, da alle Prozesse im menschlichen Körper, auch die Regulation des Blutzuckers und die Bildung von Insulin, maßgeblich von der Verfügbarkeit der Mineralstoffe abhängig sind. Chia Samen können, regelmäßig verzehrt, dafür sorgen, einen gesunden Spiegel des Mineralstoffhaushaltes zu erlangen.

Mangan bei Diabetes

Mangan ist ein Mineralstoff, welcher nur zu sehr kleinen Teilen im Körper vorhanden ist. Ein Mangel ist aufgrund von Fehlernährung dennoch häufig und oft folgenschwer. So spielt Mangan für einige Enzyme des Kohlenhydratstoffwechsels eine wichtige Rolle. Säugetiere, die unter Manganmangel leiden, entwickeln im Laufe der Zeit Anomalien der Insulin produzierenden Zellen. Eine Supplementierung mit Mangan führte in Studien bei einigen Patienten zu einer verbesserten Glucoseaufnahme aus dem Blut in die Zellen.

Kalium bei Diabetes

Kalium wird bei Diabetikern ähnlich schlecht vom Darm aufgenommen und ähnlich konzentriert über den Urin wieder ausgeschieden wie Zink. Es ist demnach anzuraten, immer auf eine ausreichende Zufuhr kaliumhaltiger Lebensmittel zu achten, denn Kaliummangel kann die Insulinresistenz der Zellen erhöhen.

Magnesium bei Diabetes

Studien zufolge leiden 50 Prozent der Diabetiker an Magnesiummangel. Ein hoher Magnesiumspiegel sorgt jedoch für eine erhöhte Insulinsensitivität der insulinproduzierenden Zellen und für eine verbesserte Aufnahme von Glucose aus dem Blut.

Eisen bei Diabetes

Eisen ist elementar an der Bildung des Blutes beteiligt. Diabetiker weisen nicht selten einen stark verminderten Eisenspiegel, bis hin zur Blutarmut, auf. In Verbindung mit Eisen steht außerdem der HbA1c-Wert, auch Langzeitblutzuckerwert genannt, welcher bei Diabetikern alle drei Monate gemessen wird. Einer dauerhaften Abweichung des HbA1c-Wertes kann Eisenmangel zugrunde liegen. Grund dafür ist die durch Eisenmangel verlängerte Lebensdauer der roten Blutkörperchen, welche wiederum den HbA1c-Wert ansteigen lassen.

Zink bei Diabetes

Zink ist ein besonders wichtiges Mineral für Diabetiker. Zum einen wird Zink durch die Stoffwechselstörung bedeutend schlechter aufgenommen. Zum anderen scheiden erkrankte Personen zwei- bis dreimal soviel Zink über die Nieren bzw. den Urin aus wie gesunde Menschen. Zink spielt jedoch eine tragende Rolle bei der Produktion und der Speicherung von Insulin selbst. Ein hoher Zinkspiegel im Blut wirkt insulinresistenten Zellen entgegen. Außerdem ist Zink ein wichtiger Bestandteil eines funktionierenden Immunsystems, wirkt Entzündungen entgegen, bekämpft Infektionen und macht freie Radikale unschädlich.

Vitamine in Chia Samen bei Diabetes

Vitamine vs. Diabetes – Shutterstock.com/Chinnapong

Zu den wichtigsten Vorsorge- und behandlungsunterstützenden Maßnahmen im Kampf gegen Diabetes gehört die ausreichende Versorgung mit wichtigen Vitaminen. Vitamine sind maßgeblich an einem funktionierenden Glucosestoffwechsel beteiligt und wirken einer Insulinresistenz der Zellen entgegen. Gleichzeitig nehmen an Diabetes erkrankte Menschen Vitalstoffe aus dem Darm deutlich schlechter auf und scheiden größere Mengen über den Urin wieder aus als gesunde Menschen. Ein Teufelskreis beginnt, da ein umfangreicher Vitaminmangel nicht nur die Diabetes fortschreiten lässt, sondern auch weitere Symptome wie ein verschlechtertes Immunsystem, höhere Entzündungswerte und eine allgemeine körperliche und psychische Schwäche mit sich bringt. Chia Samen enthalten viele wichtige Vitamine, die helfen können, einem Mangel entgegenzuwirken.

Niacin bei Diabetes

Niacin, auch Vitamin B3 genannt, kann bei Diabetikern für einen stabileren Blutzucker sorgen. Durch die Einnahme von Niacin kann die Darmflora unterstützt werden, wodurch das Immunsystem gestärkt und die Blutzuckerwerte normalisiert werden können.

Vitamin C bei Diabetes

Vitamin C gilt als eines der wichtigsten Antioxidantien. Freie Radikale, welche die Zellen erkranken lassen können, werden durch die regelmäßige Einnahme von Vitamin C unschädlich gemacht. Diabetiker haben einen hohen Bedarf an Antioxidantien, da die Erkrankung einen erhöhten oxidativem Stress in den Zellen erzeugt. Diabetiker weisen gehäuft starken Vitamin C Mangel auf. Aufgrund der Insulin-Plasmakonzentration und der Glukosekonzentration eines Diabetikers kann Vitamin C nicht mehr ausreichend über die Nieren resorbiert werden und wird in erhöhtem Maße ausgeschieden.

Vitamin E bei Diabetes

Vitamin E gilt, wie auch Vitamin C, als eines der wichtigsten Antioxidantien. Auch bei Vitamin E zeigt sich bei Diabetikern ein erhöhter Bedarf. Vitamin E kann sich positiv auf die Gesundheit eines Diabetespatienten auswirken. Eine Einnahme wird mit der Verbesserung der Blutzuckerwerte, wie beispielsweise dem HbA1-Wert, in Verbindung gebracht.

Thiamin bei Diabetes

Thiamin, auch Vitamin B1 genannt, ist unter anderem an der Regulierung des Blutzuckerspiegels beteiligt. Auch ist Thiamin in der Lage, die bei Diabetikern gehäuft auftretende schmerzhafte Nervenerkrankung Polyneuropathie zu kurieren und Schmerzen zu lindern.

Fazit:

Diabetiker haben einen besonders hohen Bedarf an wichtigen Vitalstoffen, da sie diese in größeren Mengen verbrauchen, als gesunde Menschen. Chia Samen können dazu beitragen, diesen Vitalstoffbedarf zu decken, da sie als wertvolles Superfood besonders hoch im Nährstoffgehalt stehen. Natürlich können Chia Samen alleine keine Therapie ersetzen. Sie können aufgrund ihres besonders niedrigen glykämischen Indexes jedoch ein wichtiger Teil einer kohlenhydratreduzierten Ernährungsumstellung sein und Mängeln vorbeugen.

Chia Samen sind einer der wertvollsten Lebensmittel im Kampf gegen die Volkskrankheit Diabetes.

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